Wussten sie: Selbst bei 100° C fängt trockenes Grass nicht an zu brennen. Woran liegt es dann, dass es so häufig zu Flur- und Waldbränden kommt?
An der Unachtsamkeit des Menschen, denn 95 Prozent (Quelle: Wikipedia) aller Wald- und Flurbrände, werden durch den Menschen verursacht.
Zu den Ursachen zählen unteranderem „wilde“ Lagerfeuer, weggeworfene Zigarettenkippen oder auch Streichhölzer. Eine häufig unterschätzte Ursache ist der eigene PKW oder auch das Motorrad, denn durch den zu heißen Katalysator des Fahrzeuges wird eine sehr hohe wärme Strahlung abgegeben.
Auch natürlich Ursachen wie z.B. der Blitzschlag können zur Entstehung eines Waldbrandes führen, allerdings ist dies weniger der Fall. Ab wann darf man nicht mehr in den Wald? Über das sogenannte M-68-Modell erfolgt die Berechnung der aktuellen Waldbrandgefahr. Dieses Modell ist in folgende 5 Stufen unterteilt und regelt somit die aktuelle Verhaltensweise im Wald.
Gefährdungsstufe 1 – sehr geringe Gefahr:
Gefährdungsstufe 2 – geringe Gefahr:
Gefährdungsstufe 3 – mittlere Gefahr:
Gefährdungsstufe 4 – hohe Gefahr:
Gefährdungsstufe 5 – hohe Gefahr:
Alle Verbote und Einschränkungen einer Gefährdungsstufe gelten automatisch für die nächst höherer Stufe.
Die Gefährdungsstufe ist auch unter dem Namen Waldbrandstufe bekannt, dies ist allerdings nicht der Korrekte Begriff.
Das sollten sie in Wäldern unterlassen um jeglicher Gefahr aus dem Wege zu gehen:
Verhaltensregeln bei Flur- und Waldbränden
Sollten sie einmal in die Situation geraten einem Waldbrand ausgesetzt zu sein, sollten sie folgendes beachten:
weiter ist bei einem Wald- und / oder Flurbrand wichtig den Notruf zu alarmieren. Dies geschieht über die kostenfreie Telefonnummer “112“ (Feuerwehr / Rettungsdienst). Die Feuerwehr ist hier auf ihre Hilfe angewiesen, denn sie benötigt folgende Informationen von ihnen:
Da man dies natürlich nicht alles genau wissen kann sollten sie nur Angaben nach besten Gewissen machen. In den meisten Fällen kommt die Feuerwehr erst zu Ihnen und lässt sich den Brandort zeigen.
Auch sie können helfen!
Bei einem Entstehungsbrand (ein kleines Feuer welches versucht außer Kontrolle zu geraten) kann man mit einfachsten Mitteln schlimmstes verhindern. Sie können mit Decken, Sand, Kies oder auch Erdreich das Feuer ersticken. Feuerlöscher können bei kleineren Bränden ebenfalls eine große Wirkung zeigen. Versuchen sie immer in Verbindung mit der Brandbekämpfung die Feuerwehr zu alarmieren (möglichst sollte dies eine andere Person machen).
Wussten sie: Glasflaschen und -scherben können entgegen eines weit verbreiteten Irrglaubens die Sonnenstrahlen nicht wie Brenngläser bündeln und somit kein Laub oder Gras entzünden (Dies ist allerdings kein Freibrief für Schmutzfinken).
Bei Fragen wenden sie sich bitte an ihren zuständigen Revier Förster oder an die Feuerwehr.