Bei der größten Katastrophenschutzübung des Landes dabei
Alarm um 6 Uhr, zurück am frühen Nachmittag. Für die fünf Colbitzer, die am 11. Juli 2026 zur Katastrophenschutzübung des Landkreises Börde ausgerückt sind, war es ein langer Tag. Im Einsatzbuch stehen 532 Minuten, knapp neun Stunden.
Das Szenario
Angenommen wurde ein schweres Luftfahrtunglück. Herabfallende Trümmerteile lösten in und um die Übungsstadt Schnöggersburg mehrere Schadenslagen aus: Verkehrsunfälle auf der Autobahn, brennende Häuser und ein Schadstoffaustritt in einer Industrieanlage.
Rund 650 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Es war die bisher größte Katastrophenschutzübung in Sachsen-Anhalt. Neben den Fachdiensten des Landkreises für Brandschutz, ABC, Logistik, Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung und Wasserrettung übten die Bundeswehrfeuerwehr, das Polizeirevier Börde, die psychosoziale Notfallversorgung und das Löschflugzeug „Hexe" aus dem Landkreis Harz mit.
Der Weg dorthin gehört dazu
Für uns begann der Tag nicht in Schnöggersburg. Zuerst wurde der Bereitschaftsraum angefahren, dann ging es zum Bereitschaftsraum des Katastrophenschutzes am Landratsamt. Erst von dort führte der Einsatzauftrag auf den Truppenübungsplatz. Auch das will geübt sein. Ein Verband bewegt sich nicht so schnell wie ein einzelnes Löschfahrzeug, und jemand muss wissen, wo die Kräfte gerade stehen.
Die Einsatzbereitschaft, die hohe Professionalität und das hervorragende Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen haben gezeigt, wie leistungsfähig der Katastrophenschutz im Landkreis Börde aufgestellt ist.
Die Übungsstadt Schnöggersburg liegt auf dem Truppenübungsplatz Altmark, mitten in der Colbitz-Letzlinger Heide. Für uns ist das die Nachbarschaft.