Waldbrandgefahr
Wir haben viel Wald vor der Haustür, und Kiefer auf Sandboden brennt schnell. Von März bis September gilt deshalb für jeden Tag eine Waldbrandgefahrenstufe. Hier steht, was die Stufen bedeuten, was ab welcher Stufe verboten ist und was Sie tun können.
Blitzschlag ist die Ausnahme. Fast jeder Waldbrand in Deutschland geht auf einen Menschen zurück — eine weggeworfene Zigarette, ein Grill, der nicht richtig aus war, ein Auto, das mit heißem Katalysator über trockenem Gras steht. Das klingt entmutigend, ist aber die gute Nachricht daran: Fast jeder Waldbrand wäre zu verhindern gewesen.
Die fünf Stufen
Zwischen dem 1. März und dem 30. September wird für jeden Tag eine Stufe von 1 bis 5 festgelegt. Sie hängt an Wetter, Trockenheit und Wind und kann sich von einem Tag auf den anderen ändern — nach zwei Wochen ohne Regen reicht ein windiger Nachmittag.
Was die Zahlen bedeuten
- Stufe 1
- sehr geringe Waldbrandgefahr
- Stufe 2
- geringe Waldbrandgefahr
- Stufe 3
- mittlere Waldbrandgefahr
- Stufe 4
- hohe Waldbrandgefahr
- Stufe 5
- sehr hohe Waldbrandgefahr
Was ab Stufe 2 verboten ist
Ab Stufe 2 — und das ist im Sommer der Normalfall, nicht die Ausnahme — knüpft das Landeswaldgesetz zwei feste Verbote daran:
- Nicht rauchen. Weder im Wald noch näher als 15 Meter am Waldrand.
- Kein offenes Feuer im Wald und keines näher als 30 Meter am Waldrand. Ausgenommen sind die öffentlichen Grillplätze.
Bei Stufe 5 kommt dazu, dass man den Wald nur noch auf den Wegen betreten darf. Und ganz unabhängig von jeder Stufe gilt das ganze Jahr über: Nichts Brennendes oder Glimmendes wegwerfen, auch nicht aus dem Autofenster. Ein Zigarettenstummel im Straßengraben ist der Anfang von ziemlich vielen Bränden.
Aktuelle Stufe nachsehen
Was Sie sonst tun können
- Nicht auf trockenem Gras parken. Ein Katalysator wird mehrere hundert Grad heiß, und Sommergras braucht weniger.
- Waldwege und Schranken frei lassen. Ein einziges Auto an der falschen Stelle kann eine Zufahrt für ein Löschfahrzeug dichtmachen.
- Flaschen und Scherben mitnehmen.
- Grillen nur auf den dafür ausgewiesenen Plätzen — und die Glut hinterher mit Wasser ablöschen, nicht mit Sand zudecken. Darunter glimmt es weiter, manchmal stundenlang.
- Rauch über dem Wald sofort melden, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ein Waldbrand, der früh gemeldet wird, ist ein kleiner Waldbrand.
Wenn Sie Rauch sehen
Bringen Sie sich zuerst in Sicherheit. Ein Feuer läuft bergauf und mit dem Wind schneller, als ein Mensch gehen kann — man unterschätzt das, weil es aus der Entfernung gemächlich aussieht.
Dann die 112, und sagen Sie so genau wie möglich, wo Sie sind: Waldstück, nächster Weg, Rettungspunkt, wie weit zur nächsten Straße. Beschreiben Sie auch, was Sie sehen — brennt es unten im Gras oder stehen schon die Kronen in Flammen? Danach richtet sich, was wir losschicken. Und bleiben Sie dann an einer Stelle, an der wir Sie finden.
Löschen Sie nichts selbst, außer es ist wirklich nur eine Handvoll Glut und Sie haben Wasser dabei. Ein Waldbrand ist in wenigen Minuten größer, als er aussieht, und der Rauch nimmt einem schneller die Orientierung, als man denkt.
Passend dazu
Weiter in diesem Bereich
Fragen? Sprechen Sie uns an
Freiwillige Feuerwehr ColbitzLindhorster Straße 8
39326 Colbitz
Telefon: 039207 80330
E-Mail: feuerwehrcolbitz@elbe-heide.de
Im Notfall: Notruf 112. Über diese Wege werden keine Notrufe entgegengenommen.